Blog von Kerstin Myriel Wittig

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Bewusstseinslagebericht April/Mai 2018


Nach einer Zeit des tiefen inneren Wandels, des Erkennens von Veränderungen, der Neuausrichtung, des Ausbrechens und des Dem-Leben-antworten, folgt eine Zeit der aktiven Lebensgestaltung und des eher aktiven Nach-Außen-tretens. Diese Zeit ist geprägt vom Druck der eigenen Komfortzone, die sich immer mehr unbequem bemerkbar macht, um uns die notwendigen Veränderungen immer deutlicher aufzuzeigen. Was wir zuvor noch irgendwie tolerieren konnten, wird immer weniger aushaltbar. Wir sind immer mehr gezwungen, etwas zu verändern. Und zwar, nicht nach äußeren Einflüssen, Vorgaben oder Gewohnheiten, nach den altbekannten Mustern nur in einer anderen Farbe angemalt, sondern wir müssen nach Innen gehen, um dort, für uns selbst, ganz Neues zu finden. Somit wird der innere Ruf, die eigene Intuition als Wegweiser immer wichtiger. Das war sie schon immer, doch bisher konnte ein Kompromiss oder ein Umweg noch im eigenen Reiseplan der Seele als Zwischenstopp eingelegt werden, doch mittlerweile drängt alles danach, jetzt endlich den eigentlichen Reiseplan einzuhalten und den nächsten „geplanten Aufenthalt“ zu erreichen. Das bedeutet, wir kommen immer weniger damit aus, uns selbst zu verleugnen und etwas zu leben, das nicht uns Selbst entspricht. Somit kommt nach dem Schritt, nicht mehr zu reagieren, sondern zu antworten, der Schritt, dass wir jetzt selbst agieren. Dass wir selbst uns bewusst werden, was wir eigentlich wollen, es in uns erkennen und dann aktiv die dazu notwendigen Schritte tätigen. Dass wir selbst die Reiseroute erkennen und den nächsten Schritt dafür in die Wege leiten und dann auch gehen. Es bringt uns immer weniger weiter, nur zu warten, dass sich etwas in die richtige Richtung verändert, sondern wir müssen selbst aktiv werden und das Steuer in die Hand nehmen. Und zwar so, wie es unserer eigenen Wahrheit entspricht. Nicht, wie es erwartet wird oder wie wir es gewohnheitsmäßig machen. Es strebt alles danach, wirkliche tiefe Veränderungen nicht nur in uns zu bewirken, sondern jetzt nach Außen aktiv zu leben. Dies kann und wird sicherlich viel äußeren und auch inneren Widerstand hervorrufen, doch entspricht es dem Zeitgeist, gegen den Strom zu schwimmen. Denn wenn alle nur mit dem Strom sich treiben lassen, kommen sie nicht zur Quelle. Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle. Dies führt sicherlich zu einigen Anstrengungen, Kollisionen, Reibungen oder auch Konflikten, doch am Ende wird es sich auszahlen. Denn an der Quelle wird es Menschen geben, die genauso ticken, wie wir selbst. Menschen, die ihre Welt verändert haben, weil sie neue Wege gegangen sind. Und Menschen, die erfüllt leben, da sie zur Quelle gekommen sind und nicht der Illusion erliegen, dass das Meer die Quelle sei, weil dort viel Wasser ist. So wird es nötig, gewohnte Verhaltensweisen und seit der Kindheit eingeprägte Regeln und Konditionierungen zu durchschauen und bewusst abzulegen. Es waren und sind die Lebensweisen und Wahrheiten unserer Vorfahren, die nicht mehr für die jetzigen Bedingungen passen. Es braucht etwas vollkommen Neues, als das Gewohnte und von den Vorfahren übernommene Verhalten. Denn das ist wahre Evolution und Entwicklung der Menschheit. Das nehmen, was bereits da ist und damit etwas vollkommen Neues zu machen. So ist es auch ein großes, ein wirklich großes Thema, die Traumata der Kindheit, die Prägungen der Eltern zu erkennen und immer tiefer in die Veränderung zu bringen. Diese Prägungen sind tief mit der Gesellschaft verbunden und bestimmen unser Verhalten in Kollektiven. Denn sie werden von Generation zu Generation weitergegeben. Oft unbewusst sind wir so wie ferngesteuert und verhalten uns entsprechend dem „wie man das so macht“ und „wie man das nicht macht“. So ist es jetzt die Zeit, sich intensiv mit den eigenen Familienmustern auseinander zu setzen, vor allem mit den Prägungen durch die Eltern. Und es muss wirklich ehrlich und offen sein, denn es hat tiefe Wunden in uns hinterlassen, die so aber nicht anders sein können. So ist es auch wichtig, zu vergeben und die höheren Zusammenhänge und die tiefere Bedeutung darin zu erkennen. Denn ohne diese Prägungen wären bestimmte Erfahrungen nicht möglich und wir selbst haben uns für diese Erfahrungen entschieden. Wir selbst wollten die Möglichkeit haben, dies so zu erfahren, um daran zu wachsen. Wir selbst haben es so gewählt und in der Tiefe unserer Seele wissen wir dies. Doch gleichzeitig sind der Schmerz und die Traurigkeit darüber so groß, dass wir es nicht sehen und fühlen können. Deswegen ist es in dieser Zeit wichtig, durch diese Traurigkeit und diesen Schmerz hindurchzugehen, um dahinter bzw. darin, Frieden mit den Umständen schließen zu können, um dann aktiv damit und daraus etwas vollkommen Neues zu gestalten. Um diese Erfahrungen, die so wichtig für unsere eigene innere und äußere Reife sind, als Schatz zu sehen, nicht als Bürde. Um sie als Chance zu sehen, nicht als Pflicht. Denn dort, wo unsere größten Schatten sind, wo unsere größten Schwächen sind, sind unsere größten Stärken, denn dahinter ist unser eigenes größtes und hellstes Licht. Denn wo soll unser Licht verborgen sein, wenn es nicht in unseren dunkelsten Anteilen gebunden ist und darauf wartet, dass wir es befreien und das Dunkel erlösen. Und dies geschieht dadurch, dass wir es sehen, als das, was es ist. Ohne Vorwürfe, Anschuldigungen, Bewertungen, Widerstand und Weiteres, sondern in dem wir es einfach nur beobachten und erkennen. Denn nichts dient dazu, uns zu schaden, alles existiert nur, um uns zu dienen, uns selbst zu erkennen. So können wir, wenn wir bedingungslos ehrlich sind, an tiefe Themen des eigenen Ahnenfeldes herankommen und sie in uns und für die Ahnenreihe in die Veränderung bringen. Dies hat gravierende Auswirkungen auf unser eigenes Leben. Denn dadurch müssen wir ausbrechen und unser Eigenes leben. Dies kann und wird zu Widerständen führen, denn Menschen sind nicht immer bereit, mit den Veränderungen anderer mitzugehen, da es sie an ihre eigenen Festigkeiten erinnert und daran, selbst eigentlich etwas verändern zu wollen oder zu müssen. Doch das ist normal, vor allem bei den Menschen, die noch gerne an ihrem Gewohnten festhalten wollen und dies auch von anderen so wünschen. Zudem ist es ein Abbild im Außen der eigenen inneren Widerstände und Zweifel und es gehört zum eigenen Wandel dazu. Je mehr die eigenen neuen Verhaltensweisen bewusst und bestimmt gelebt werden, umso mehr verschwinden diese äußeren Zeichen des Wandels. Und damit auch all die Umstände und Menschen, die dann nicht mehr passen. So ist es wichtig, dass wir selbst beharrlich darauf bestehen, unseren eigenen Weg zu gehen, uns selbst zu leben und nicht mehr den ausgetreten Pfaden folgen oder den Wünschen anderer entsprechen. Egal, wie sehr sie sich wehren, darauf bestehen oder was es auch in ihnen auslöst. Wichtig ist, wie wir uns dabei in der Tiefe fühlen. Und auch, wenn oberflächlich vielleicht noch ein schlechtes Gewissen oder ein ungutes Gefühl da sein mögen, beim tieferen Hineingehen ist dort Erfüllung. Die Erfüllung des eigenen Seins im Ausdruck des Lebens. Dies kann sich anfangs vielleicht etwas komisch anfühlen, da es ungewohnt ist, doch mit der Zeit wird es ganz schnell normal. So kann es sich anfühlen, wie wenn wir alleine sind, fremd sind, wie wenn uns keiner versteht, wie wenn wir nur auf Ablehnung oder Unverständnis stoßen, vielleicht, wie wenn wir wie ein Alien in dieser Welt sind, doch das ist anfangs normal, da wir uns selbst erst in dieser neuen, höheren Schwingung auf die niedrigere Schwingung des Umfeldes einstellen müssen. Und wir müssen lernen, die eigene höhere Schwingung nicht wieder der niedrigeren Schwingung anzupassen. Denn wir dürfen höher schwingen, als andere. Wir brauchen unser eigenes Licht nicht herunter zu dimmen, nur um nicht heller zu scheinen, als andere. Wir sollten bestrebt sein, immer so hell zu strahlen, wie wir nur können. Niemand hat etwas davon, wenn wir uns in unseren Möglichkeiten zurück halten, nur damit andere sich nicht „schlechter“ fühlen könnten. Dies entspringt unseren eigenen Minderwertgedanken, die familiär und gesellschaftlich geprägt sind. Vor allem diese dürfen wir jetzt ablegen. Wir dürfen erwachsen werden und die Verantwortung für uns selbst übernehmen. Und das erfordert nunmal auch, dass wir über unsere Eltern und Bezugspersonen hinauswachsen. Denn das ist Evolution. Ohne eine Weiterentwicklung und eine Ausdehnung des Lichtes findet keine Evolution statt. Es gehört dazu, dass wir selbst unser volles Potential leben und nicht dem folgen, was von den Generationen zuvor als Grenzen vorgegeben ist.

So ist es an der Zeit, dass wir neue Entscheidungen für unser Leben treffen. Entscheidungen, die wir durch unsere Intuition treffen. Ohne vielleicht zu wissen, was es uns bringen wird oder wozu wir etwas tun. Einfach nur, weil wir es als unsere Wahrheit und unseren Weg so fühlen. Bisher haben wir oft diese inneren Regungen verdrängt, um den äußeren Anforderungen zu entsprechen und damit den übernommenen Prägungen der Eltern zu folgen. Auch in der Partnerschaft, dem Berufsleben oder anderen Beziehungen. Was dabei heraus kam, konnten wir dann sehen und erfahren. Wir sind jetzt herausgefordert, dies nicht mehr zu tun, um die gewohnten Ketten zu sprengen und die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Es ist die Zeit, unsere eigenen Wege zu gehen.
Wenn wir dies tun, werden wir begleitet sein von Synchronizitäten. Von Begebenheiten, die so wunderbar ergänzend, aufeinander abgestimmt sind und sich bedingen, wir aber keinen Zusammenhang zwischen ihnen erkennen können. Doch es ist das Leben selbst, das in und durch alles agiert. Und wenn wir bereit sind, dem eigenen Lebensfluss zu folgen, und auch gegen den Strom zu schwimmen, dann werden wir vom Leben selbst unterstützt. Denn wir selbst sind das Leben. Leben wir uns Selbst, sind wir im Einklang mit dem Leben. Und wir bekommen Unterstützung in Form von inneren und äußeren Zeichen, Botschaften, Hinweisen, Fügungen, die wir durch unsere Intuition verstehen können und die uns führen.
Schwimmen wir mit dem Leben mit, das uns zur Quelle bringen möchte, nicht zur Mündung, so treten wir heraus aus dem Geben-und-Nehmen-Kreislauf und hinein in den Teilen-und-Ausdrücken-Zyklus. Sind wir Ausdruck unseres Selbstes, so handeln wir selbstlos und bedingungslos. Es besteht dann keine Erwartung mehr, an das, was wir tun. Wir handeln aus einem inneren Antrieb heraus, der Erfüllung ist. Wir handeln nicht mehr, um etwas zu erreichen oder zu bekommen, sondern wir handeln, weil das Handeln selbst, der eigene Selbstausdruck, schon alles beinhaltet. Und diese innere Erfüllung möchten wir teilen und weitergeben. Es ist die Kraft, die uns antreibt und die sich nie aufbraucht. Wir sind erfüllt in dem, was ist und handeln aus dieser Erfülltheit heraus. Dadurch, dass wir erfüllt sind, brauchen wir nichts und somit handeln wir bedingungslos. Dies erfordert eine Synchronisation der Polaritäten, die geschieht. So werden sich die Anteile in uns synchronisieren, d.h., aufeinander einschwingen, sich ausgleichen, sich gleichschalten, sich in dieselbe Richtung ausrichten, an einem Strang ziehen. So werden sich Veränderungen v.a. im Bereich von männlich-weiblich, oben-unten, außen-innen, aktiv-passiv, denken-fühlen, Intuition-Verstand einstellen. Denn nur, wenn Ausgleich und Synchronisation eine Basis bilden kann, können wir aus dem Mangelkreislauf des Geben-und-Nehmens heraus treten und den neuen Pfad unseres Selbstes betreten, um zu teilen und auszudrücken. Dann ruhen wir in uns selbst und in unserer Mitte und handeln entsprechend. Dann sind wir, was wir sind und leben es und lassen die Welt der Bedingungen hinter uns. Wir sind uns selbst genug, denn wir haben erkannt, dass wir alles sind und dass uns nichts fehlt, da uns nichts fehlen kann. Dann empfangen wir göttliche, allumfassende Inspiration, die wir mit der Welt teilen und ausdrücken. Und das Leben selbst teilt diese Fülle, die wir ausdrücken wieder mit uns. Somit entsteht in einem weiteren Schritt der erfüllende Teilen-und-empfangen-Zyklus, der sich bis in das Unendliche ausdehnt.

Dies ermöglicht eine weitere tiefe Lektion des Lebens. Nämlich diejenige, dass wir lernen, Alleine zu sein. Es gibt ein Lied mit dem Text „Du bist solange einsam, bis Du lernst, allein zu sein.“ (es ist von Olli Schulz). Indem wir uns Selbst immer mehr von den Ketten der Ahnen und gesellschaftlichen Bindungen befreien, müssen wir auch lernen, alleine zu sein. Denn was bleibt am Ende übrig? Nur wir selbst. Denn am Ende gibt es nur uns selbst, als einzige Quelle. Das, was wir immer bei uns haben, das, was unveränderbar ist, sind wir Selbst. Dort, wo wir wirklich Antworten finden, ist in uns. Das, was wir wirklich suchen, sind wir Selbst. Das, was wir wirklich sind, ist in uns. Das, was wir wirklich verändern und steuern können, sind wir Selbst. Das, was wirklich ist, sind wir Selbst. Das, worauf wir uns wirklich verlassen können, sind wir Selbst. Am Ende landen wir immer bei uns Selbst. Und dies führt uns dahin, dass wir alle äußeren Einflüsse und Bindungen nacheinander trennen, um bei uns selbst anzukommen. Um zu erkennen, dass wir alleine sind. Dass das Einzige, das wirklich Bestand in unserem Leben hat, wir Selbst sind. Alles, was veränderbar ist, hat keinen Bestand. Somit können wir nur finden, was wir suchen, wenn wir uns nach Innen wenden. Und dort finden wir uns Selbst und können uns als Essenz erfahren. Hier sind wir menschlich und seelisch gesehen, alleine. Doch geistig betrachtet, sind wir nur hier mit allem verbunden. Denn nur, wenn wir erkennen, dass wir alleine sind, sind wir mit allem Eins, all-ein. Dies kann sich menschlich sehr einsam anfühlen, eine innere Leere erzeugen, wenn wir noch daran gebunden sind, im Außen Verbindungen zu haben und zu brauchen. Denn der Mensch ist ein Herdentier, das die Gruppe, die Familie braucht. Und das ist auch menschlich gesehen notwendig. Doch bevor dies wirklich erfüllt gelebt werden kann, müssen wir uns außerhalb des Menschseins als die Quelle selbst erkennen. Wir müssen uns von der mütterlichen Plazenta abnabeln, um selbstständig als Individuum leben zu können. Die Rückverbindung zur Quelle erfolgt quasi umgekehrt zum Geburtsprozess und doch genau gleich. Wir müssen uns aus einem Kollektiv abnabeln, um als Individuum in einer anderen Gruppe unseren Platz einnehmen zu können. Bei der Geburt nabeln wir uns zuerst von der Einheit ab, um Individuum zu sein, und dann trennen wir uns von der Versorgung der Mutter über die Nabelschnur ab, um uns selbst zu versorgen. Dann können wir als Individuum unter Menschen leben. Bei der Rückverbindung ist es umgekehrt, aber doch das gleiche Prinzip. Wir trennen uns aus dem Kollektiv der Menschen ab, aus Familie, Gesellschaft, Menschheit, um uns unserer wahren Natur bewusst zu werden. Wir entwickeln die Trennung, die bei der Geburt entstanden ist, wieder zurück, und gleichzeitig trennen wir auch die jetzige Versorgung durch das Menschsein wieder ab, um wieder in Anbindung an die ursprüngliche Quelle als Individuum in einem „neuen“ Umfeld, in einer neuen Gruppe leben zu können. Somit tauchen wir mit dieser neuen Verbindung, wieder in die Welt ein, um uns dort auszudrücken und unseren Platz einzunehmen. Es ist ein Rückgängigmachen und gleichzeitig ein Verändern. Und dies ist im Menschsein einmalig, da nur im Menschsein diese Erfahrung gemacht werden kann, sich göttlich-geistig und in einer hohen Schwingung in einem physischen Körper und menschlich zu erfahren. Und dies ist dann die Herausforderung, denn diese neue Gruppe ist dann erneut die Welt der Menschen, nur nicht als unbewusstes, an der Materie orientiertes, konditioniertes Individuum, sondern als sich bewusster göttlicher Mensch, der mit allem Eins ist und sich individuell ausdrückt. So erfahren wir auch diesmal, dass wir plötzlich alleine sind, da wir uns aus unserem vertrauten Sein und Umfeld hinein in ein neues Sein und Umfeld begeben. Auch, wenn das Umfeld dasselbe ist, so ist es doch verändert, da wir Selbst verändert sind. Es sind Momente, in denen sich Altbekanntes ganz anders und scheinbar neu erfahren lässt. Und immer sind wir allein mit uns selbst oder als uns Selbst. Es ist bei genauerem Betrachten einfach nur ein Wandel unseres Seins. Wir streifen eine alte Hülle ab und ziehen eine neue Hülle an. Was so einfach klingt, sind gewaltige energetische, seelische und geistige Veränderungsprozesse. Somit ist das Alleinesein das Selbstsein. Wir sind es nur nicht gewohnt, uns selbst zu sein, somit fühlt es sich für uns vielleicht bedrohlich, fremd und nicht aushaltbar an. Wir sind es so gewohnt, nicht uns Selbst zu sein, dass wir mit uns Selbst nicht leben können. Wir sind es gewohnt, etwas zu leben, bei dem wir uns selbst verleugnen und vorspielen, etwas zu sein, was wir nicht sind. So werden wir immer mehr lernen müssen, alleine zu sein. Denn nur im Alleinesein können wir uns Selbst sein. Das bedeutet nicht, dass wir keine Beziehungen und Kontakte mehr zu anderen Menschen und Wesen haben können. Eher im Gegenteil. Es bedeutet, dass wir zuerst uns selbst im Alleinsein erkennen, um dann im Gemeinsamsein uns Selbst leben und ausdrücken zu können. Dies ist auch eine Polarität, die sich synchronisieren muss. Das, was wir sind und leben, ist nur in uns und es ist das, was vollkommen frei ist. Und Freiheit bedeutet auch alleine sein. Denn Freiheit bedeutet, keine Bindungen mehr zu haben, keine Verantwortung mehr abzugeben oder zu übernehmen, nichts und niemanden mehr zu brauchen, keine Abhängigkeiten mehr, nichts mehr zu suchen, nichts mehr im Außen zu suchen. Es bedeutet, im Inneren zu sein. Dies ist wahre Erfüllung. Und diese Erfüllung möchte dann in einem „neuen“ Kollektiv, in einer neuen Gruppe ausgedrückt werden durch bedingungsloses Sein und Leben in Form von Ausdrücken und Empfangen dessen, was wir sind und was wir für die Welt dienend beitragen können. Indem, dass wir aktiv agieren, was unserer eigenen inneren Wahrheit und Intuition entspricht, und somit dem Leben und der Quelle selbst. Somit treffen wir neue Entscheidungen, im Fluss des Lebens selbst, um nicht mehr mit der Masse und dem Strom mitzuschwimmen, sondern um auch gegen den Strom zu schwimmen und so unseren eigenen Weg zu gehen.

Nichts und niemand sonst kann uns Antworten geben. Nichts und niemand sonst kann uns unsere Entscheidungen abnehmen. Nichts und niemand sonst kennt unser eigenes System, unsere eigenen Erfahrungen, unser eigenes Leben so, wie wir Selbst. Nur wir selbst können für uns und unser Leben Entscheidungen treffen. Und das beginnt bereits bei kleinen und alltäglichen Handlungen.
So ist es auch wichtig, dass wir erkennen, dass wenn wir bestimmte innere Prozesse nach Außen tragen, es ihnen und uns die Kraft nimmt. Dann verzetteln wir uns mit Erklärungen für Andere, verfangen uns in den gewohnten Mustern oder kommen davon ab, wirklich hindurchzugehen. Wir lenken uns dann selbst davon ab, uns im Inneren und alleine der Herausforderung wirklich zu stellen. Es hält uns davon ab, es aktiv mit uns und in uns Selbst auszumachen. Statt aktiv nach Antworten zu suchen, sie von Außen zu fordern, brauchen wir nur in uns die richtigen Fragen zu stellen, ohne wirklich Antworten zu erwarten. Nur dann kommen wahre Antworten zu uns, die wir dann durch unsere Intuition als solche erkennen können. Auch wenn sie im oder durch Außen zu uns kommen. Wenn wir unsere Wut oder Ärger oder Freude mit anderen besprechen, suchen wir Gleichgesinnte, die diese Energien für uns mittragen, weil wir sie selbst nicht aushalten und ertragen wollen. Suchen wir bei Anderen nach Antworten oder fordern sie vielleicht sogar ein, halten wir uns davon ab, in uns selbst Antworten zu erhalten. Gleiches auch, wenn wir unsere Befreiungserlebnisse und das, was gerade noch an Prozessen in uns abläuft, mit anderen teilen. Dann halten wir uns davon ab, dies wirklich tief und bewusst zu durchleben und es als Selbst zu beobachten. Alleine. Jedes Mitteilen, Fordern und Suchen im Außen hält uns von uns Selbst fern. Und gerade während Prozessen wirkt dies bremsend, störend, stoppend und hinderlich. Es lässt das, was geschieht, wie zerfließen und zerstreut dessen Wirkung. Was zuvor konkret und direkt ablief, verliert plötzlich Form und Durchschlagskraft.
So sind wir gefordert, wirklich ganz bei uns Selbst zu sein. Denn wir finden uns nur im Alleinsein. Und dann können wir auch erkennen, dass wir nie suchen müssen, nichts erreichen müssen, im Grunde nichts tun müssen, denn das, was wir sind, ist hier und jetzt. Überall und immer. Und aus diesem ewigen und zugleich individuellen, einzigartigen Sein heraus, kann und muss es uns egal sein, was andere über uns denken, wenn wir uns selbst leben, und wir müssen uns trauen, aktiv Grenzen zu setzen, die Grenzen Anderer zu wahren und auf die Wahrung unserer eigenen Grenzen aktiv zu achten und zu bestehen.


Der nächste Bewusstseinslagebericht erscheint um den 06.06.2018.

Hier auch als pdf zum Ausdrucken: http://www.universalessentiallife.com/Bewusstseinslage
Dort findet Ihr auch ältere Berichte.

Kommentare zu diesem Artikel


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...ich hätte nie gedacht, dass das "sich hineinfallen lassen"
so schwer ist und je länger die "Alten Gewohnheiten" gelebt wurden,
umso schwieriger erscheint mir der Weg ---
und doch will ich ihn gehen!

Genau wie Du, liebe Kerstin Myriel es berichtest, ist es wirklich confused

AN ANASHA für Deinen Bericht.

Von Herzen
Lotte Ariadne
Liebe Kerstin Myriel heart
Ich glaube es geht in dieser Zeit darum unseren ganzen Müll herauszutragen ,
alles IN uns und UM uns herum .
Alles DAS was nicht in der Liebe schwingt ,was uns
unglücklich macht und unsere Kraft schwächt ,an uns nagt
an uns zieht und zerrt.
Loslassen ,geht oft mit Schmerz icon_rolleyes Hand in Hand .
Aber es geht um die Innere und Äußere icon_wink FREIHEIT . layoesha
Ein wichtiger Prozess .
IN 23_elexier
Nada love3 guitar
Liebe Lotte Ariadne,

schön, wenn Du Dich in dem Bericht wiederfinden konntest. Wichtig finde ich, nicht aufzugeben und durchzuhalten. Es erscheint manchmal so endlos und mühsam und Gedanken des Aufgebens tauchen vielleicht auf. Dabei hilft mir, dranzubleiben, wissend, dass sich alles zum Allerbesten fügen wird und jeder einzelne Schritt nicht umsonst, sondern wichtig war und ist, auch wenn der Weg schwierig erscheinen mag. Mit jedem Schritt ist die positive Veränderung etwas mehr spürbar und erlebbar.

Herzensgrüße
Kerstin Myriel


Liebe Nada,

ja, über-übergeordnet geht es um Selbstliebe und Abgrenzung. Es geht darum, die eigenen Grenzen zu überwinden und eigene Grenzen zu setzen, um dadurch in das Vertrauen, in die eigene Kraft und Freiheit zu gelangen. Und, wie Du schreibst, "unseren ganzen Müll" loszuwerden, für den wir uns noch verbiegen und einengen (lassen). Es geht auch darum, im Außen alte Strukturen aufzubrechen und Veränderung zu bewirken, beim alten Spiel nicht mehr mitzuspielen, wie bisher. So ein bisschen Revolution liegt in der Luft, die durch die wachsende Unzufriedenheit mit dem Alten und dem inneren Antrieb für Neues entsteht. Und über-über-übergeordnet geht es, wie Du schreibst, um Freiheit.

Alles Liebe
Kerstin Myriel
Liebe Kerstin Myriel,

An'Anasha für den Bericht icon_smile
Magst uns bitte auch die Quelle nennen?

Sonnige Sonntagsgrüße icon_cool
Andrea Myriel
Liebe Andrea Myriel,

wenn etwas nicht von mir ist, schreibe ich die Quelle dazu oder verlinke. Den Bericht habe ich aber selbst geschrieben. Die Quelle bin somit ich selbst oder das, was durch mich gewirkt hat. Deswegen steht auch kein Link oder Verweis dabei.

Herzensgrüße
Kerstin Myriel
liebe Kerstin Myriel

du sprichst mir aus der Seele - ich spüre beides: alt und neu - vor allem spüre ich eine bizzelnd freudige Aufbruchsstimmung in mir und in der so leuchtend grünen Natur. Auch die Naturwesen "polieren" die Welt aufs Schönste, wie für einen Empfang - daraufhin, auf die Freude und Schönheit richte ich mich aus.

03_ananasha für Deine tief empfundenen Worte

Herzensgrüße Cornelia Sherin
Liebe Cornelia Sherin,

AN'ANASHA für Deine lieben Worte.
Alles bereitet sich auf den Wandel vor. "Bizzelnd freudige Aufbruchstimmung" ist eine schöne Bezeichnung dafür. Wie wenn alles vorbereitet ist, es fehlt nur noch der Startschuss. Unter der Kruste des Alten schimmert schon das Neue hervor, das nur darauf wartet, endlich ganz freigelegt zu werden, um in voller Pracht zu erstrahlen.

Irgendwo habe ich gestern gelesen, dass die Zeit kommen wird, in der das Neue endlich auch einfach sein darf. Das Bild fand ich auch schön.

Alles Liebe
Kerstin Myriel
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