Blog von Kerstin Myriel Wittig

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Bewusstseinslagebericht für Juni/Juli 2018


Es geht gerade vor allem darum, den Kern der Dinge zu erkennen und anzuerkennen und damit etwas zu machen bzw. ihn einfach das sein zu lassen, was er ist und mit ihm mitzugehen. D.h.,, nicht an der Oberfläche hängen zu bleiben und daraus etwas zu machen. Damit verbunden ist, in die Tiefe der Dinge, Ereignisse, Umstände, eigener Beweggründe, eigenen Verhaltens zu blicken und nicht an dem oberflächlich Scheinbaren hängen zu bleiben und dann noch das Eigene darauf zu projizieren, etwas hinein zu interpretieren, etwas zu erwarten. Damit verbunden ist die Verbindung vieler Bewusstseinsprozesse der letzten Zeit, um noch tiefer und umfassender zu gehen. Denn nur, wenn wir ganz uns Selbst sind, unsere eigenen Verletzungen geheilt, also vollkommen angenommen haben, weil wir uns auch unseren eigenen unbewussten Anteilen zuwenden, kommen wir in diese Tiefe. Wenn wir nicht bewerten, alles so sehen, wie es ist, wenn wir im Moment, im Hier und Jetzt leben, wenn wir uns für die eigene Intuition und das Selbst entscheiden und das Ego entlarven, wenn wir unseren eigenen Weg gehen und Verantwortung für uns und unsere eigene Welt übernehmen, um sie durch die eigene geistige Macht der Entscheidung zu beeinflussen und nicht auf irgendeine Hilfe von Außen warten oder hoffen, bleiben wir nicht in der Oberflächlichkeit und im Verdrängen oder Beschönigen hängen. So sind es gerade auch die Bewusstseinsprozesse, alles, was uns Selbst noch im Wege steht, zu erkennen, um uns immer wieder für uns Selbst zu entscheiden. Egal, was geschieht. Dies können auch Kleinigkeiten sein, wie den Teller nicht aufzuessen, weil wir bereits satt sind oder auch zeitliche Tagesabläufe einmal ganz anders zu gestalten. Aber auch große Entscheidungen, wie sich vom Partner zu trennen, eine neue Stelle anzunehmen oder ein Kind zu bekommen oder endlich mal vor allen auf den Tisch zu hauen und Tacheles zu reden oder nicht mehr die Schuld auf sich zu laden oder für andere Verantwortung zu übernehmen. Aber vor allem sind es innere Entscheidungen, die dann äußere Umstände und Veränderungen nach sich ziehen. Eine innere Entscheidung, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, zieht immer auch Entscheidungen im Zwischenmenschlichen nach sich, wie z.B. Grenzen zu setzen oder für sich selbst einzustehen und die eigenen Meinungen, Ansichten und Wahrheiten auch mit Gegenwind auszusprechen. Aber genauso, die Grenzen anderer zu wahren und die Meinungen und Wahrheiten Anderer zu respektieren und stehen lassen zu können. Genauso erfordert es, zu erkennen, dass es selten wirklich darum geht, was oberflächlich zu sehen ist. Die wahren Ursachen, Beweggründe, Erkenntnisse, Wahrheiten sind unter der Oberfläche. Es geht nie darum, z.B. von jemandem für etwas überzeugt oder manipuliert zu werden, sondern es geht immer darum, dass das, was sich zeigt immer ein Ausdruck von einer bestimmten Weltsicht ist, geprägt durch eigene Erfahrungen und Konditionierungen und einem bestimmten Bewusstseinszustand. Es ist deswegen unnötig und für keinen dienlich, das, was wir oberflächlich sehen, zu interpretieren. Sondern mit der eigenen Anbindung an das Selbst oder dem Sein als Selbst, zu erkennen, dass nichts persönlich ist oder persönlich gemeint ist. Dass es einfach nur die Egostrukturen sind, die sich zeigen. Unpersönlich und einfach nur, um gesehen zu werden, damit sie dann wertschätzend und ohne Widerstand übergangen werden können und nicht mehr bedient werden.
Dieser Prozess des Lernens der eigenen inneren Stimmen kann zu bewussteren Entscheidungen führen. Aber bewusstere Entscheidungen erfordern immer ein inneres Kennenlernen von sich Selbst. Denn wir können uns nur für uns Selbst entscheiden, wenn wir das kennengelernt haben, was nicht das Selbst ist. Und dann treffen wir immer mehr Entscheidungen, die konditionierten Muster aus dem Unbewussten nicht mehr zu bedienen, etwas nicht mehr persönlich zu nehmen, denn es gibt nichts Persönliches, auch wenn wir das so glauben sollen. In der Essenz ist alles Eins und so gibt es nur eine Quelle aus der und in der alles existiert. Dass es etwas individuell Persönliches gibt, ist somit eine Illusion. Und doch ist es real, da alles, was existiert, einzigartig ist und über individuelle Eigenschaften verfügt. Aber diese sind nie eigenständig und getrennt, sondern entstammen immer diesem Einen. Sie sind Teile eines Ganzen und damit in dieses Eine eingebettet. So, wie ein Arm oder ein Bein Teile eines Körpers sind, so ist jede Form, die existiert, jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, jedes Ding, jedes Gefühl, jeder Gedanke Teil eines übergeordneten großen Ganzen. Und dadurch sind auch die Umstände und Situationen im Kleinen, wie die Welt im Großen und umgekehrt. Denn die Welt entsteht von Innen nach Außen als diese eine Kraft durch jede einzelne Schöpfung. Es gibt nichts, was wir nicht auch Selbst sind oder was nicht auch Selbst miterschaffen ist. Die Erkenntnis und das Erfahren dessen, befreit. Denn damit verbunden sind so viele Prägungen der Getrenntheit, des Mangels und der Schuld und der Identifikation mit etwas, was wir nicht sind. Aber sie darf auf der anderen Seite auch nicht als Rechtfertigung für das eigene Verhalten dienen, sondern sie sollte direkt in die Eigenverantwortung und Selbstreflektion führen und die Frage auslösen „Wer bin ich?“ oder besser „Was bin ich?“. Was in dieser Suppe der vielen Prägungen, Meinungen, der Vielfalt in mir, bin ich wirklich? Oder was will ich davon sein? Denn die Möglichkeiten sind unendlich, da die Schöpfung unendlich ist. Was fühlt sich für mich als Meins an, ohne eine Identität damit zu erzeugen, sondern einfach entsprechend des Resonanzprinzips: Was zieht mich an und was nicht? Frei von mentalem und emotionalem Rauschen, ohne Erwartungen, Zweifel, Ängsten, Hoffnungen, Projektionen, Bewertungen usw.. Einfach nur beobachten, ohne aus dieser Beobachtung etwas daraus und damit zu machen. Das bedeutet, wenn ich z.B. erfühle oder erkenne, dass ich gerne male und Freude daran habe, Bilder zu malen, dann ist das die Beobachtung. Fange ich jedoch an, mich damit zu identifizieren, also ihm mehr Bedeutung zuzusprechen, z.B., dass nur, wenn anderen Menschen meine Bilder gefallen, dann habe ich Freude am Malen oder mir kommen gerade Gedanken, dass ich nicht gut genug bin, dass meine Bilder Anderen nicht gefallen werden oder dass ich gleich daran denke, damit ein/e erfolgreiche Geschäftsfrau/-mann zu werden oder „besser“ sein zu müssen, als andere, dann verfange ich mich in Identifikationen, Prägungen, Ängsten, Bewertungen usw.. Dann zeigen sich die Egostrukturen des falschen Selbstes, des Egos, und nicht der Ausdruck des wahren Selbsts. Das wahre Selbst ist immer klar, einfach und rein, wie auch die Natur und die Essenz in allem. Es beobachtet und sieht bzw. beobachtet und nimmt einfach nur wahr.
So ist es die Zeit, wieder für das Selbst einzustehen, das Eigene individuell Einzigartige zu leben und auszudrücken, und dabei alle Grenzen, Hemmungen und Hürden zu überwinden und diese reine Essenz auch in allem zu sehen. Denn am Ende ist es der Anfang und Außen ist auch Innen, sowie das Eine auch das Viele ist und der Teil auch das Ganze. Es ist immer wichtig, zu beobachten und sich zu fragen, ob gerade Trennung oder Einheit gelebt wird. Dies überwindet den Glauben, dass nur der Stärkste überlebt, der die heutige Gesellschaft und Welt noch prägt. Denn das, was wirklich dem Leben entspricht, ist die Symbiose. Kein Kampf gegeneinander, bei dem es um das eigene Überleben geht, sondern ein friedvolles Miteinander, bei dem jeder Teil als individueller Teil und zugleich als Ganzes zu etwas Größerem beiträgt. Und das wird und muss zukünftigen Gesellschaften zugrunde liegen. Denn es entspringt der ureigenen tiefsten Essenz in allem.

Damit verbunden sind innere und äußere Veränderungen oder auch Manifestationen. So erschaffen wir uns individuell oder auch gesellschaftlich die Strukturen und Umstände, die unsere innere Welt auch äußerlich ausdrücken. Wir materialisieren die inneren geistigen Kräfte durch uns in der äußeren Welt. Wir sind wie ein Diaprojektor, durch den das Licht nach Außen geworfen wird und die Welt ist die Leinwand, auf der wir dann unser Innerstes als Dias und auf der Leinwand der Welt sehen können. Entweder als Ego oder als Selbst, meist jedoch eine Mischung davon. Und es liegt dann an uns, uns für etwas zu entscheiden und alte Ego-Dias in uns rauszuschmeißen. Dies geschieht dadurch, dass wir uns die Leinwand als Spiegel unserer inneren Dias aus der Perspektive des Bewusstseins anschauen und dann eine bewusste Entscheidung treffen, was wir wirklich leben wollen und was nicht. Was bin ich? ist hier wieder die entscheidende Frage. Dadurch können auch Entscheidungen für die alten Dias getroffen werden, genauso, wie für „neue“ Dias. Und so treiben die Dias der Menschheit entsprechende Blüten und es liegt wieder an uns, welche dieser Blüten wir sehen wollen und welche nicht. An welchen riechen wir nur, welche sehen wir nicht und welche säen wir selbst und verbreiten sie somit. So können wir auf der Leinwand alle möglichen Blüten sehen und aus ihnen wählen. Und alles ist unser eigener Spiegel und zugleich ein Abbild von menschlichen Kollektiven und der Schöpfung selbst.
Eines dieser Blüten ist z.B. die DSGVO. Sie ist ein Spiegel der Angst der Menschen und zugleich ein Weckruf, vom gläsernen Menschen zum transparenten Menschen zu werden. Sich nicht mehr von der Angst leiten zu lassen und nach Sicherheit zu streben und gleichzeitig die Verantwortung für sich nach Außen und an andere abschieben zu wollen. Dahinter steht die Angst, gesehen zu werden, wie man wirklich ist. Und ein daraus resultierendes Sicherheitsstreben, dieses auch weiterhin bewahren und verstecken zu können und dann auch andere dafür verantwortlich machen zu können, wenn einem das nicht gelingt. Wer sich damit genauer beschäftigt und auch hier in die Tiefe geht, wird feststellen, wie verrückt das Ganze ist und welche inneren Muster dahinter stecken. Wie kann es sein, dass wir die Verantwortung für etwas, das wir nie wirklich geheim halten oder verstecken können, an andere abgeben? Und zudem noch Vermittler benötigen, die zwischen uns und einem Anderen entsprechend vermeintliche Streitigkeiten klären sollen. Dahinter schwingen Unsicherheit und der damit verbundene (vermeintliche) Kampf nach Sicherheit, die Übergabe der Verantwortung an eine äußere Instanz, die dann zudem noch alles für uns regeln soll, was wir eigentlich von Mensch zu Mensch auf Augenhöhe mit einem entsprechenden Umgang miteinander selbst klären könnten. Es ist ein Zeichen der zunehmenden Verrücktheit und Unsicherheit, wie wir eigentlich miteinander umgehen bzw. nicht miteinander in Beziehung kommen oder kommen wollen. Es ist das noch tiefere Leben der Trennung, das nicht erkennen, dass wir doch sowieso nichts verstecken können, dass es keine wirkliche Sicherheit gibt, und dass wir nur Selbst die Verantwortung für alles in unserem Leben tragen und mit Respekt und Mitgefühl mit allem, was ist, umgehen sollten. Es sind äußere Stilblüten der inneren Zustände der Menschen. Und dabei sind wir innerhalb der Strukturen schon längst gläsern. Persönliche Daten sind präsent, werden mitgeloggt, gesammelt, zusammengefügt und weitergegeben. Und es liegt an uns, was wir wo und wie mitteilen und ob wir Angst um unsere Daten, um unser So-Sein, haben oder im Urvertrauen sind, dass wir sowieso nichts wirklich verheimlichen können, was wir sind.

Das Internet und die Computertechnologie spiegelt menschliche Qualitäten und Möglichkeiten wieder, die wir ohne technische Hilfsmittel schon immer in uns tragen. In jedem Moment senden und empfangen wir Schwingungen, wir interagieren mit unserer Umwelt, nehmen wahr und kommunizieren so nach Außen, was dem Eigenen entspricht. Alles ist ein riesiges Feld des Bewusstseins, in dem alles mit allem kommuniziert und in Beziehung tritt, weil alles miteinander vernetzt ist. Nichts kann dabei wirklich verborgen bleiben und jede Information ist raum- und zeitlos und allumfassend und für alles verfügbar. Somit ist die DSGVO ein von Außen konstruiertes künstliches Konstrukt, das den inneren Zustand der Trennung von allem und das nicht-bewusst sein, dass wir bereits gläsern sind, ausdrückt. Es ist der Wunsch, nach weiterer Trennung, der Ausdruck, sich verstecken zu wollen oder zu müssen, nicht sein zu wollen oder zu dürfen, was wir wirklich sind oder die Angst, Verantwortung übernehmen und für das eigene Handeln gerade stehen zu müssen und für das eigene Sein einzustehen. Es ist ein Zeichen für die Angst und Scham, uns Selbst zu sein. Wir schämen uns für das, was wir wirklich sind und wollen es verstecken und wir haben Angst, dass die Anderen es sehen könnten. Und es ist das Gegenteil für das Bewusstsein dafür, dass alles eine Wirkung hat und wirkt. Immer und Überall und auf Alles. Denn alles ist miteinander verbunden. Wie kann ich somit etwas vor mir Selbst verheimlichen, wenn ich doch in meiner Natur mit allem als Bewusstsein vernetzt bin?
So ist es aber auch Ausdruck dafür, dass die Menschheit noch nicht wirklich bereit ist, aus den gewohnten Strukturen auszubrechen. Denn das Außen ist immer ein Spiegel des Inneren und somit ist das Annehmen dessen, was im Außen ist, ein Reagieren auf äußere Einflüsse, statt ein Agieren aus einem inneren Antrieb, einer inneren Führung heraus, die dem Selbst entspringt. Solange die Menschen die Verantwortung für sich auf äußere Instanzen und Formalitäten übertragen, wird sich nichts ändern. Deswegen ist dies ein weiterer Weckruf, endlich hinzusehen und hinter der Oberfläche die dahinterliegende Wahrheit zu erkennen, um dann nach Innen zu gehen und die eigenen Absichten zu überprüfen, die die äußeren Umstände erschaffen. Aber solange sich noch die Mehrheit der Menschen nicht bewusst ist, ist es durchaus sinnvoll, wenn es äußere Instanzen gibt, die die Verantwortung für die Menschen übernehmen, die sie Selbst noch nicht tragen können und wollen. Auch hier spiegelt sich das Leben selbst.
Als Menschheit können wir diesen Kreislauf durchbrechen, wenn wir uns selbst daraus befreien. Es ist immer die Herausforderung, ob wir uns als Einzelner noch in die alten Strukturen und Muster ziehen lassen und das alte Spiel im Außen mitspielen oder ob wir bereit sind, für uns Selbst einzustehen und auszubrechen.

So gibt es immer zwei Kräfte, die in allem zu sehen sind: die Kräfte der Trennung und das Bewusstsein der Einheit. Somit ist nichts entweder schlecht oder gut. Sondern es ist immer vielschichtig und dadurch sowohl gut, wie auch schlecht, wenn wir es noch aus der bewertenden Trennung heraus betrachten. In der Essenz ist es einfach nur, was es ist. Wertfrei und ohne Etikett. Wenn wir das sehen können, dann sind wir nicht mehr gläserner Mensch, sondern werden zum transparenten Menschen. Transparenz bedeutet dann, dass wir uns bewusst sind, dass wir niemals wirklich Sicherheit haben können, dass wir die Verantwortung für uns und die eigene Welt übernehmen und dass wir nichts außerhalb von uns brauchen, um erfüllt zu sein. Das vereinfacht Vieles, was sich immer weiter zu verkomplizieren scheint und wir kommen immer mehr aus der Welt des „der Stärkere überlebt“ in die Welt der Symbiose. Wir verlassen die Welt des Egos und betreten die Welt des Selbstes. Raus aus der Welt der Künstlichkeit und des Scheins, in der wir nur daran interessiert sind, das falsche Selbstbild am Leben zu erhalten und gegen alles sind, was dem nicht entspricht, um die Illusion der Trennung aufrecht zu erhalten.
Die DSGVO ist ein weiterer Schritt, uns dies zu verdeutlichen. Denn wohin soll das noch führen? Und wer kann das aufhalten? Nur jeder einzelne Mensch hat Einfluss durch seine Wahl. Streben wir nach Sicherheit des Egos oder entfalten wir das Selbst? Und dazu gehört nicht nur eine innere Arbeit. Diese ist die Basis für Veränderung. Viel mehr sind es die äußeren Handlungen, die wahre Veränderung bewirken. „Sei Du die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst“ ist ein bekanntes Zitat. Und es erfordert das Ausbrechen aus gewohnten Strukturen, das Anderssein, das Gehen von neuen Wegen, das wirkliche Ausleben des Selbstes mit dem Bewusstsein, Teil eines übergeordneten Ganzen zu sein, das manche Schöpfung, Leben, Gott oder Nullpunktfeld nennen. Doch egal, wie wir es nennen, es ist die Erfahrung und das Leben dessen, was wir sind. Nicht nur ein darüber reden, sondern ein wirkliches Leben dessen mit konkreten Handlungen. Und dies sucht sich mehr und mehr Ausdruck in der Welt. Egal, mit welchem Bewusstsein wir die Welt betrachten, am Ende und am Anfang ist alles ein Organismus. Somit können wir mit Urvertrauen und Mut dieses Leben leben und unsere individuelle Einzigartigkeit zum Ausdruck bringen. Denn das, was wir aussenden, erschaffen und empfangen wir. Und neutral betrachtet und mit den Augen dieses allumfassenden Organismus, ist alles einfach nur das, was es ist. Und wenn wir vertrauen, dass dieser Organismus einfach nur sich selbst ist und lebt, wovor haben wir dann Angst? Wozu wollen wir die Trennung aufrechterhalten? Wozu wollen wir Sicherheit? Wem könnten wir die Verantwortung dann noch abgeben? Was treibt uns dann an? Und wohin wollen wir dann? Wozu dann noch ein künstliches Ich am Leben erhalten? Wahre Erfüllung liegt im Ausdruck des Selbstes in der Welt.

So zeigt sich alles, was der Erkenntnis und der Erfüllung von uns Selbst und der Welt noch im Weg steht. Vor allem die Strukturen, die uns daran hindern, in Gemeinschaften, im Zwischenmenschlichen, in Beziehungen jeglicher Art mit diesem Bewusstsein der Einheit aufeinander zuzugehen und dieses Einheitsbewusstsein zu leben und zu erfahren. Auch weiterhin sind es noch systemische Prägungen, z.B. der Kindheit, übernommene Muster der Eltern und der Gesellschaft, und Prägungen aus früheren Zeiten der Menschheit, die uns am eigenen Selbstausdruck und am Ausdruck der eigenen Wahrheit hindern. Es sind emotionale Altlasten, die wir bisher verdrängt haben, um sie nicht mehr zu fühlen. Besonders im Äußeren sind wir dazu aufgerufen, immer mehr für uns Selbst einzustehen und das zu leben, was wir als individuelles Selbst wirklich sind und was wir für uns als Wahrheit erkennen. Auch alle Arten von Emotionen und Gefühlen. Die Zeiten des Verdrängens und Wegschauens sind vorbei. Diese Strukturen sind bereits sehr aufgeweicht, aufgebrochen und neue Wege, Umgangs- oder Ausdrucksweisen sind bereits schon durch den Nebel der alten Strukturen zu erkennen und wollen jetzt noch mehr gelebt werden. Hierfür ist es notwendig, immer wieder die alten und gewohnten Verhaltensmuster zu verändern und hinter sich zu lassen, um kreativ Neues zu etablieren, das vielleicht auch auf Unwollen der herkömmlichen Strukturen, d.h., der Menschen, die noch am Erhalt des Alten festhalten wollen, stößt. Doch die eigene Kraft, dies zu erkennen und anzuerkennen, gibt den Schwung, darüber hinweg zu gehen. Was so, bisher noch nicht möglich war. Denn die alten Strukturen hatten bisher noch eine gewisse Macht, uns dann wieder in die gewohnten Bahnen zu zwingen bzw. hatten wir noch nicht diese innere Kraft, um darüber hinwegzugehen und uns aus diesen tieferen Bindungen loszureißen. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass alles ein Organismus ist. Was soll schon passieren, wenn wir als dieser Organismus handeln? Vorausgesetzt, wir durchschauen unsere inneren Stimmen soweit, dass wir die Stimme dieses einen Organismus erkennen und ihm folgen. Dies bedarf etwas viel Übung, Selbsterkenntnis und Selbstvertrauen. Haben wir diese innere Kraft nicht, so müssen wir vorsichtig sein, wenn wir neue Wege gehen wollen. Denn dann können wir auch falsch liegen und auf die Nase fallen. Dann werden wir in unseren eigenen Mustern gefangen und bleiben in der Welt der Trennung hängen bzw. werden weiter dort hinein gezogen. Dann greift der Satz „Denn sie wissen nicht, was sie tun!“, anstatt „Sei Du die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst.“

Dem zugrunde liegt, dass wir erkennen und uns eingestehen, dass wir uns durchaus geirrt haben und bei Vielem oder Einigem auf dem Holzweg sind. Die Blüten können wir schon erkennen und nun liegt es an uns, dass wir ehrlich zu uns selbst sind, dass wir durchaus die falschen Samen gesät haben, für das, was wir eigentlich ernten wollten. Und dann nicht blind weiterhin dieselben Samen säen, sondern neue Samen wählen. Es ist die Zeit dafür. Doch dafür greifen all die vorherigen Punkte. Wir müssen bereit sein, Verantwortung für uns Selbst zu übernehmen und nur für uns Selbst. Denn häufig übernehmen wir die Verantwortung für etwas, für das wir die Verantwortung gar nicht übernehmen können. Und wir müssen anstelle eines Strebens nach Sicherheit das Urvertrauen in uns erkennen, dass alles gut ist, so, wie es ist. Außerdem müssen wir darauf aufbauend uns Selbst leben, nicht eine falsche Kopie von etwas, das wir nicht sind, und wir müssen neue Wege gehen, Grenzen einreißen, nicht den ausgetretenen Pfaden folgen. Doch vor allem müssen wir wieder in uns Antworten finden, der Landkarte und dem Navi in uns folgen, nicht äußeren Instanzen. Wir brauchen mit uns Selbst im Reinen zu sein, dann ist alles gut. Dies alles fördert die Wahl von neuen Samen und es sind bereits neue Samen, die wir jetzt zu säen haben. Denn dabei müssen wir uns immer wieder dabei ertappen, wenn wir uns gerade irren oder dass wir uns hier oder dort geirrt haben. Deswegen ist es auch wichtig, dass wir uns immer wieder auf die Wahrheit ausrichten und alles hinterfragen. Dass wir nicht einfach etwas von außen übernehmen, sondern dass wir alles in unserem Inneren überprüfen, um unsere eigene Wahrheit zu leben. Die Wahrheit, die in uns ist und aus uns Selbst kommt. Keine Scheinwahrheit der Scheinwelt, die wir bisher nur geglaubt haben, weil wir es nicht besser wussten oder nicht besser wissen wollten. Jetzt liegt es an uns, auf diese Weise weiterzumachen, oder etwas zu verändern. Hinter die Dinge zu schauen, in die Tiefe zu gehen, den Kern der Dinge zu erkennen, der uns alle miteinander verbindet. Um dann daraus neue Samen zu säen und andere Blumen sehen zu können. Und zwar die Samen, mit denen wir wirklich in Resonanz gehen, weil es uns Selbst entspricht. So kommt das Ego immer mehr an seine Grenzen. Stattdessen erkennen wir immer mehr, dass es genug ist, einfach nur zu sein, was wir sind und dies zu leben. Indem wir aus dieser gelebten Präsenz, nicht mehr aus der passiven Präsenz, aus dem Raum der Möglichkeiten, das wählen, was in uns als göttlicher Plan erscheint, um es in Handlung umzusetzen und so das Menschsein mit allem, was dazugehört, zu erfahren und sich in die Welt, wie sie gerade ist, einzumischen, wenn es erforderlich ist. Oder auch um zu schweigen, zuzuhören oder zu beobachten, wenn dies angebracht ist.


Der nächste Bewusstseinslagebericht erscheint um den 07.08.2018.

Hier auch als pdf zum Ausdrucken: http://www.universalessentiallife.com/Bewusstseinslage
Dort findet Ihr auch ältere Berichte.

Kommentare zu diesem Artikel


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Liebe Kerstin Myriel,

ich liebe Deine Bewusstseinslageberichte, denn immer findest Du genau die Worte für das Durchlebte.
Schon lange wollte ich Dir danken dafür und so tue ich es genau genau heute.

An'Anasha für Dein Sein, Wirken und Deine Führung,

Herzlichst und in 23_elexier
Andrea Tara'Eseija
Omar ta satt liebe Kerstin Myriel
....ich schließe mich meiner vorgängerin hier an, auch meine seele freut sich immer über deine worte hier im forum....
Herzensgruß von sandra myriel 03_ananasha
Liebe Andrea Tara'Eseija, liebe Sandra Myriel,

AN'ANASHA für Eure lieben Worte der Wertschätzung.

Alles Liebe
Kerstin Myriel
Ihr Lieben,

der Bewusstseinslagebericht für Juni/Juli 2018 ist online.

Alles Liebe
Kerstin Myriel
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