Blog von Christine Arana Fader

Lichtpionier
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Gespräch mit Merlin vom 03. Februar 2016


Für all jene unter euch die das Buch "Gespräch mit Merlin", Schirner Verlag, gerne glesen haben.

… hektisch laufe ich über die Lichtung zu den beiden Eichen, das blaue Kleid mit beiden Händen hochgerafft. Der Wind trägt den Duft meiner eigenen Haare in meine Nase, und eine Strähne fliegt vor mein Kinn. Ich sehe, dass sie schwarz sind, für einen kleinen Moment bin ich erstaunt, ich vergesse es immer wieder, hier sind meine Haar schwarz und sie duften nach Stroh und Heu. In mir ist ein Gefühl so als hätte ich etwas Wichtiges vergessen. Merlin steht zwischen den wundervollen und ehrwürdigen Bäumen, er hält seinen Stab in der Hand, das Sonnenlicht fällt auf ihn. Sein Gesicht strahlt Ruhe aus und seine Augen sind geschlossen, er genießt sichtlich das wärmende Licht der Frühlingssonne auf seiner Haut. Ich knie vor ihm nieder, ein schlechtes Gewissen schwingt in mir, war ich doch schon lange nicht mehr hier um mit ihm zu sprechen. Merlin öffnet seine Augen und streicht mit einer Hand über mein Haar.
„Ach, was sind das für dumme Gefühle, die ich da in deinem Herzen wahrnehme mein Kind“, er lächelt mich an, „auch wenn du nicht bewusst hierher kommt, so ist doch ein Teil von dir immer hier, hier bei den Eichen und ebenso auf Avalon. Du hast einst ein Gelübde abgelegt, ein Gelübde der Liebe, und dieses Gelübde verbindet dich mit der heiligen Insel und das ist gut so. Ich weiß viele denken alle alten Gelübde müssen gelöst werden, nun, sicher, jeder so wie er denkt, aber viele vergessen das die Gelübde die aus tiefer reiner Liebe abgelegt wurden Verbindungen der Kraft sind. Über diese Verbindung, schöpfst du mein Kind, deine ungeheure Kraft. Avalon ist ein lichtvoller Ort, ein Ort der Stille, der Hingabe und der bedingungslosen Liebe. Seit Anbeginn von Avalon wurde immer wieder versucht dieser Insel ihre lichtvolle Macht zu nehmen, ebenso wie den Drachen, durch Irrtümer und durch Projektionen von der eigenen inneren Dunkelheit jener Menschen die der Angst folgen.“
Merlin streckt mir eine Hand entgegen, ich ergreife sie und erheben mich, ich schaue ihn an, seine hellblauen Augen leuchten, sein Gesicht ist wie immer leicht von der Sonne gebräunt und mit vielen feinen Falten durchzogen. Er lässt meine Hand los und wendet sich um, ich folge ihm durch den alten Wald und wir gehen durch die Bäume hindurch bis zum Heiligen See. Mein Blick schweift über das dunkle stille Gewässer und fällt auf die Insel – Avalon! Tränen steigen in meine Augen, mein Herz zieht sich zusammen, ich habe im Trubel meines Lebens vergessen wie sehr mich dieser Ort ruft, wie sehr ich diesen Ort liebe. Ohne meinen Blick von der Insel zu wenden gehe ich mit Merlin links am Ufer entlang bis zum Boot, wir setzen über. Merlin macht das Boot fest, doch ich kann nicht warten, ich springe aus dem Boot, laufe eilig die wenigen Schritte über die Holzplattform und betrete den geweihten Boden von Avalon. Es ist plötzlich ganz still in mir, ich sinke nieder und lege meine Hände auf das Gras. Ein tiefer Seufzer kommt über meine Lippen, und ich spüre die Energie des Bodens, heiliges Erdreich, alles hier schwingt im Zauber von Avalon. Jeder Grashalm, jeder Stein, jeder Baum, jedes Sandkorn. Hier bin ich wahrlich Zuhause. Und das Licht der Magie von Avalon, weiss und strahlend fließt in mich hinein, der alte Zauber berührt mich, alle Anspannung fällt von mir ab, mein Atem wird tief, gleichmäßig und ruhig. Nirgendwo bin ich meiner Seele näher, nirgendwo kann ich mich selbst besser spüren. Hier bekommen die Worte „ich bin die ich bin und schon immer war“, ein so tiefes Gefühl, oft spreche ich diese Worte zu mir selbst, doch hier, auf der Heiligen Insel, erfüllen sie sich, ich spüre ich mich in meinem Sein.
Merlin ist zu mir getreten, er setzte sich neben mich: „Nimm die Kraft der Insel tief in dich auf, sie ist ein Teil von Dir, ihre Magie und ihr Zauber ist ein Teil deiner Magie und deines Zaubers, tanke dich auf.“ Er schweigt eine Weile und ich bin wie verschmolzen mit der Insel.
Doch dann unterbricht er die Stille und sagt: „Du hast Kontakt zu den Elben aufgenommen, Artanis unterrichtet dich, oft auch dann wenn du schläfst. Es ist jetzt wichtig das zwei Themen geheilt werden, das Thema Fülle und das Thema des eigenen Glaubens. Lady Gaia ist ein Ort der Fülle, das ist ihre tiefe Schwingung, doch die Fülle ist nicht im Gleichgewicht. Das liegt daran das die Menschen nicht an die große Mutter glauben, sie denken sie müssen wer sein um in die Fülle zu kommen, einen Titel oder einen ansehnlichen Beruf haben. Doch in Wahrheit geht es darum die Macht der Liebe zu spüren, jeder für sich. Ja, die Liebe hat Macht, sie ist Kraft, sie ist Licht, sie ist der Weg. Liebe ist Fülle, und Fülle ist Liebe. Schau dich an, hier sitzt du, und du fühlst nichts außer Liebe, das alleine erfüllt dich. Du würdest auf alles im Leben verzichten um dies zu haben, nur diesen Moment, wie also kann Fülle etwas mit Äußerlichkeiten zu tun haben. Es ist sogar ganz oft so, dass Menschen die reich an Gold, Geld und Edelsteinen sind, im inneren leer sind, oder sie sind angefüllt mit Angst. Sie sind beherrscht von der Angst sie könnten diese äußere Fülle verlieren, sie sind unfrei und in meinen Augen arm, denn sie können die Fülle nur in Form von Zahlen auf einem Stück Papier erkennen, aber sie haben die Fähigkeit verloren sie zu fühlen. Das ist auch der Grund warum sie immer mehr brauchen, noch ein Gewand, noch mehr Geschmeide, noch mehr Land, ein noch größeres Haus. Doch mit nichts in der Äußeren Welt kann die quälende Leere im inneren gefüllt werden.“ Merlin blickt mich an, und ich spüre sein tiefes Mitgefühl für jene Menschen die die Fülle nicht spüren können, es macht ihn über die Maßen traurig. Er schweigt eine Zeitlang, dann schweift sein Blick zu dem alten Hauptgebäude, ich spüre seine Gefühle, er denkt an Vivian, er vermisst sie. Ja, ich bin seine Schülerin und nicht nur er kann meine Gedanken lesen, ich lese mittlerweile auch seine. Und nun lese ich, dass er denkt wie reich er ist sie gekannt zu haben, sie geliebt zu haben und von ihr so sehr geliebt zu werden. Für einen Augenblick sehe ich nur einen Mann der an die Liebe seines Lebens denkt und dies berührt mich sehr, und weckt eine alte Sehnsucht in mir.
„Merlin, warum können sich so viele Männer und Frauen, heute nicht mehr derart verlieben wie damals, ich meine so tief und dann auch so wahrhaftig dass es keine Zweifel gibt und sie zusammen bleiben?“
„Es liegt an der Angstherrschaft, die dunklen Mächte wollen das nicht, sie haben gesehen wie mächtig diese Liebe sein kann, sie kann große Felder erschaffen, andere anziehen, Gemeinschaften der Liebe gründen und wachsen. Und so treiben sie einen Keil nach dem anderen zwischen Männer und Frauen, Misstrauen, Missachtung, und auch übertriebene Ansprüche die durch eure moderne Welt entstehen.“
Ja, denke ich, er hat recht, aber ich spüre, dass dies bald geheilt sein wird, ich bin mir ganz sicher. Und ich verstehe das Fülle und Reichtum des Inneren auch etwas mit den männlichen und weiblichen Energien in uns zu tun haben, beides wird geheilt werden – bald! Und wenn es in uns geheilt ist wird es auch im Außen geheilt sein. Diese Gedanken lassen mich lächeln, und dann schweifen meine Gedanken zu dem vergangenen Wochenende, zu der wundervollen Runde von Menschen die den Weg zu mir gefunden hatten, und an die Magie die Avalon zwischen unseren Herzen hat entstehen lassen.
„In den vergangenen Monaten habe ich viele Menschen hierher gebracht“, sage ich leise zu Merlin, „und es ist immer wieder so magisch in einer Gruppe hier zu sein. Die Kraft die wir dann spüren sie durchflutet uns, ich spüre das Avalon immer mehr und mehr zurück kommt, in die Herzen der Menschen, und ihnen die Magie des eigenen Seins wieder zurück gibt. Sicher wird diese Magie auch den Fluss der männlichen und weiblichen Energien in uns und in unserer Welt heilen.“
„So ist es“, spricht Merlin und legt eine Hand auf seinen Stab der neben ihm im Gras liegt.
Mein Blick schweift zu den Apfelbäumen, sie blühen, langsam erhebe ich mich und laufe zu ihnen, ich renne durch sie hindurch und berühre sie, ich umarme sie. Der Apfelbaum, Träger der Liebesfrucht, schenkt uns Fülle und Reichtum, und öffnet uns mit seiner Magie für die Liebe. Dann kehre ich zu Merlin zurück der mich anstrahlt. Er nickt mir zu, und ich verstehe … er bringt mich zurück ….

Kommentare zu diesem Artikel


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Liebe Arana,

ja, alles Wahrhaftige entsteht aus dem Sein heraus ...
somit auch das Tun ...
Nur da, wo wir manchmal noch meinen "kämpfen" zu
müssen oder ungeduldig sind, dort trennen wir uns
selbst vom Sein (Paradies) ...

Liebe Grüsse,

Selina
Liebe Arana, danke, das du dieses Gespräch mit uns teilst, es hat mich sehr berührt. love3
Liebe Grüße Monika Myriel
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