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Zum Grundeinkommen
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  • Eine Lichtschwester hatte im entsprechenen Thread Einwände gegen das Grundeinkommen. Meine Antwort möchte ich aus dem internen Bereich hierher verlegen. Ich denke, dass es gerade für die Lichtpioniere sehr wichtig ist, die Argumente für das Grundeinkommen zu kennen. Denn das Grundeinkommen ist eine Idee der neuen Zeit und wird irgendwann auch kommen - und darauf sollten wir vorbereitet sein.

    Liebe ...,

    Nehmen wir an, ein Schiffbrüchiger lebt auf einer einsamen Insel. Er erfindet eine Maschine, die an einem Steg mit Wellenkraft Fische fängt und automatisch ausleert. Nachdem der Mann gestorben ist, stranden vier weitere Schiffbrüchige auf der Insel und finden die besagte Maschine vor. Wem gehört nun die Insel und wem gehören die Erträge der Maschine?

    Klar ist, dass die Insel allen vier Menschen gleichermaßen gehört; so bekommt jeder eine gleich große Inselhälfte zugeteilt. Und ebenfalls klar ist, dass die Erträge der Maschine ebenfalls gleich aufgeteilt werden, denn auch sie wurde von allen gleichermaßen vorgefunden.

    Viele Menschen sagen, wer nicht bereit ist, irgend etwas zu tun, der hat auch kein Recht auf ein bedingungsloses Grundeinkommen. Doch das oben angeführte Szenario mit den Schiffbrüchen verdeutlicht die Situation, die wir als Menschen haben:

    Erstens gehören die Naturgüter allen. Die finden wir nur vor, niemand hat sie erzeugt. Zweitens bescheren uns heute die Maschinen den größten Reichtum; und diese sind Ergebnis von Erfindungen aus Jahrhunderten und somit kulturelles Gemeineigentum.

    Nun stehen wir vor zwei Herausforderungen für die Verteilung:

    Erstens kann man die Naturgüter, die allen gehören, meistens nicht von den produzierten Gütern trennen, die man als reines Eigentum ihrer Produzenten ansehen könnte. Die Produkte, die wir zum Kauf vorfinden, sind in der Regel eine Mischung aus beidem. Zweitens müssen die Maschinen von Menschen gebaut und betrieben werden, so dass das Maschinenprodukt nicht nur Gemeineigentum, sondern teilweise auch Privateigentum ist.

    Für unser Inselszenario würde das folgendes bedeuten: Die Fischfang-Maschine geht kaputt und nur einer der vier Schiffbrüchigen, ist fähig, sie wieder aufzubauen. Für den Aufbau benötigt er aber Rohstoffe aus den Inselteilen aller vier Leute. Wem gehört nun der Ertrag?

    Auch hier ist unsere moralische Intuition eindeutig: Dem Maschinenbauer mag ein größerer Ertrag zustehen, aber da das Konzept sowie die Rohstoffe für die Maschine Gemeineigentum sind, ist es dennoch nicht gerechtfertigt, dass irgendjemand leer ausgeht.

    Wenn die Schiffbrüchigen zusätzlich Tauschhandel mit bearbeiteten und unbearbeiteten Produkten ihres jeweiligen Inselteils treiben und einer dabei ist, der sich überhaupt nicht daran beteiligt, dann ändert sich dennoch nichts: Der "Faule" hat ein Recht auf einen Anteil an den Fischen und schädigt die anderen dadurch, dass er sich mit dem Minimalen zufrieden gibt, keineswegs.

    Erst, wenn die Schiffbrüchigen Geld einführen und der "Faule" den Gegenwert der Fische in Geld erhält, beginnen die anderen Schiffbrüchigen das Anrecht des Faulen auf Fische aus den Augen zu verlieren. Denn nun haben sie das Gefühl: Der erhält ja Geld und tut nichts dafür.

    Was ist, wenn die Leistung der Maschine immer weiter optimiert wird? Spätestens mit dem Tod des Maschinenbauers wird die Erfindung wieder Allgemeingut und das Minimaleinkommen, das allen zusteht, muss steigen.
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    Mit dem Grundeinkommen sollen nicht, wie du, liebe ..., dachtest, die Maschinen gefördert werden. Wir haben nun mal die glückliche Situation, dass uns heute die Maschinen einen unglaublichen Reichtum bescheren und immer weiter optimiert werden - mit den neuen Technologien der Zukunft wird dies noch stärker der Fall sein. Dieser Reichtum darf nicht reines Privateigentum der Kapitalgeber sein, er ist teilweise Allgemeingut.

    Der Anteil am Reichtum der Maschinen kann also nicht davon abhängig gemacht werden, ob jemand einen Erwerbsberuf hat. Das ist schon deshalb unsinnig, da die Maschinen ja gerade die Arbeitsplätze, die im wirtschaftlichen Sinne wirklich notwendig sind, immer überflüssiger machen und uns fast frei vom Zwang zur Erwerbsarbeit machen könnten. Diesen Arbeitszwang dennoch beizubehalten, bedeutet eine künstliche Knappheit im absoluten Überfluss aufrecht zu halten, denn die notwendigen Erwerbsarbeitsplätze werden immer weniger (längerfristig braucht man nur noch 20 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung, um die industrielle Welt zu betreiben). Die "Arbeitsgeber", welche den Kampf um die knappen Arbeitsplätze ausnützen, können die Gewinne einstreichen.

    Die Arbeiten, die im rein wirtschaftlichen Sinne nicht notwendig sind, in denen uns die Arbeit aber nie ausgeht, sind im sozialen, künstlerischen und wissenschaftlichen Bereich zu finden. Gerade dann, wenn wir uns für das Abwrackern für das Notwendigste befreien, können wir uns mehr diesem Bereich widmen, den man schlechterdings durch Zwang fördern kann. Die Freiheit und Kreativitätsmöglichkeit ist für diesen Bereich der Lebensquell.

    Zur Finanzierung. Jeder erhält das gleiche Grundeinkommen, damit es Ausdruck eines selbstverständlichen Menschenrechts und nicht Ausdruck von Bedürftigkeit ist. Die Reichen zahlen aber, wenn es richtig umgesetzt wird, mehr Steuern, als sie über das Grundeinkommen erhalten. Kinder bekommen weniger und teilweise in Form von Bildungsgutscheinen, um einer Bildungsunlust durch fehlendem Arbeitsmarktdruck vorzubeugen.



    editiert von: Alrun Nama'Ba'Ronis, 30.05.2016, 21:51 Uhr
  • Liebste Alrun,

    Ich habe den Text genau gelesen und stimme dir zu, jedoch ist es mir wichtig zu erwähen,
    dass es sich um eine stark vereinfachte Kern-Aussage handelt.

    Viele von uns erfahren immer wieder wie komplex das ganze Thema sein kann und
    wie ungleich doch immer wieder verteilt wird.

    Nach meiner Ansicht geht es Heute bei uns Lichtarbeitern darum, dass Tema richtig zu verstehen
    und entsprechend zu manifestieren.
    Auch ist es mir wichtig zu sagen, dass der Durchbruch des Grundeinkommens auch immer
    in Zusammenhang mit dem Bewusstsein des Volkskollektiv einer Gesellschaft/ Land in Zusammenhang steht.

    Aus dieser Erkenntnis heraus geht Bewusstseinsentfaltung einher mit der Einführung des zukünftigen Grundeinkommens.
    Für und Lichtarbeiter bedeutet das, dass wir einerseits eingeladen sind Bewusstseinsschulung zu verbreiten, sowie andererseits das Verständnis des Grundeinkommens.

    Nach meiner Meinung wäre dazu das Hilfsmittel Medien sehr hilfreich, was von den Lichtarbeitern
    im allgemeinen immer noch sehr wenig genutzt wird.

    Ein grosses AN'ANASAH und ELEXIER an Euch........
    Markus Nama'Ba'Ronis